Twitter und Facebook für Politik und Produkte

Längst gewinnen Sportvereine neue Mitglieder über ihre Präsenz im Internet. Der Einzelhandel versendet E-Mails beim Eintreffen neuer Ware und die Status SMS beim Logistiker ist keine Besonderheit mehr. Die Zeiten ändern sich! Das hat vor einigen Wochen auch der amerikanische Wähler erfahren können, als gebündelte Online-Kampagnen zu Micropayment aufriefen oder ein ausgeklügeltes Logodesign auf dem Rücken viralen Marketings zu selten erreichter Sichtbarkeit führte. Und doch gibt es noch immer Kampagnen, die sich das Medium Internet nicht zunutze machen.

Thomas Baekdal zeigte heute an einem “ungöttlichen Beispiel“, wie selbst zeitgemäß ausgerichtete Kampagnen viel Potenzial verspielen. Dabei geht er nicht nur auf offenkundige Schwächen ein, er postuliert ebenfalls, worauf es beim Online-Marketing ankommt: Raum für (scheinbare) Individualität. Erwähnenswert ist mit Sicherheit auch die Gegenüberstellung unterschiedlicher Formate wie Facebook-Seiten und Blogs, die er nur wenige Stunden später aufgestellt hat. So ließen sich heute mit nur einer einzigen Facebook-Seite über 13.000 bekennende Anhänger einer Idee gewinnen, noch ehe ein Blogeintrag verfasst sei. Letzterer hingegen wäre deutlich nachhaltiger.

Ich bin mir sicher, dass die kommenden Jahre viel Veränderung im Bereich der Kommunikation mit dem Bürger, dem Konsumenten und dem Individuum bringen. Und wo der klassische Betriebswirt früher in Größen von Printauflagen gerechnet hatte, könnte es zukünftig in Vorlesungen 2×2-Matrizen zum Lebenszyklus von Onlineformaten geben.

Denn wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass klassische, deutsche Medien über den aktuellen Stand einer Landtagswahl twittern?

Support my Work

Writing an article like the one you have just read takes me quite an amount of my personal time. Way too often, I invest this time in different interests and decide against another blog post. On the other hand, you can motivate me with your feedback, your thoughts and your ideas. Please leave a comment below or flattr this post if you think it's worth it.

Comments

  1. Timo John says:

    Ja, sehr interessant und ich glaube in die selbe Richtung. Für mich konnte ich den Nutzen an Twitter noch nicht entdecken, weil “da keiner von meinen Leuten” was postet… Aber die ark wie meinungen und Informationen über Sachverhalte gebildet werden hat und wird sich drastisch ändern…

    Einzige Konstante wird die 2×2-Matrix bleiben (-; “Benennung Wiederkehrender Lächerlichkeiten”
    Gruß TIMO

Leave a Reply